Besondere Fördermaßnahmen

In Kleinenbremen versuchen wir möglichst viele Förderstunden für die Fächer Mathematik und Deutsch in Kleingruppen anzubieten. Zudem werden durch eine Lesepatin zwei Mal wöchentlich Lesestunden für die Kinder angeboten.

Eine Besonderheit unserer Schule ergibt sich durch das in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Asylantenheim der Stadt Porta Westfalica. Das hat zur Folge, dass des Öfteren und für uns unvorhersehbar Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen und Kulturkreise, in aller Regel ohne Deutschkenntnisse und gelegentlich auch traumatisiert, in unserer Schule ankommen. 

In solchen Fällen suchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten nach ganz individuellen Lösungen, um erst einmal die elementaren Deutschkenntnisse zu vermitteln. Doppelbesetzungen werden dann zeitlich befristet zugunsten Einzel- oder Kleingruppenförderung aufgelöst. Meist ist es auch erforderlich, diese Kinder in niedrigeren Klassenstufen als im Herkunftsland zu beschulen. Dass sie darüber hinaus differenzierte Aufgabenstellungen und zusätzliche Unterstützung erhalten, versteht sich von selbst. Bevorzugt arbeiten wir in der Kleingruppenförderung dabei mit Materialien aus der DAZ.

Unsere Kontakte zu dem 2014 gegründeten Verein für Flüchtlingshilfe sind ausgeprägt. In gemeinsamen Gesprächen zwischen Vorstand, Klassenlehrkräften, Schulleitung und den betroffenen Eltern bemühen wir uns in solchen Fällen, zusätzliche Hilfsangebote zu ermöglichen. 

Es wird auch versucht, diesen Kindern über das Bildungs- und Teilhabepaket den Besuch der Betreuung zu ermöglichen, damit Quantität und Qualität der außerschulischen Deutschkontakte gezielt gefördert werden.

Seit dem Schuljahr 2013/2014 werden landesweit die Integrationsstellen für zusätzliche sprachliche Förderung nach vorheriger Antragstellung („Vielfalt gestalten – Teilhabe und Integration durch Bildung“) vergeben. Auch unsere Schule hat durch einen solchen Antrag ein zusätzliches Stundenkontingent erhalten. Diese zusätzlichen, zielbestimmt einzusetzenden Stunden halten wir auch für dringend erforderlich, denn mit steigender Tendenz sind sprachliche Auffälligkeiten und/oder sprachliche Armut auch bei unseren deutschsprachigen SchülerInnen zu verzeichnen. Dabei ist sprachliche Kompetenz die Grundvoraussetzung und vorrangiges Ziel für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Nur dadurch wird eine angemessene soziale und kulturelle Integration in der Gesellschaft ermöglicht.